Angelschein Prüfung

Bevor es ans Angeln geht, kommt zunächst die Angelschein Prüfung. Und die kann je nach Bundesland sehr unterschiedlich ausfallen. Fakt ist jedoch, dass ohne eine Angelschein Prüfung das Vergnügen verwehrt bleibt. Freie Gewässer gibt es in Deutschland nicht mehr. Jeder, der angeln möchte, benötigt dafür eine Genehmigung. Diese kann nur über eine Angelschein Prüfung erfolgen, die danach lebenslang gilt und überall in der Bundesrepublik Deutschland gültig ist.

Es besteht jedoch auch die Möglichkeit nach der Angelschein Prüfung nur eine zeitlich befristete Genehmigung zu erhalten, die dann alle paar Jahre (im Schnitt 5 Jahre) erneuert werden muss. Auch hierzu sind die Regelungen in den Bundesländern teilweise unterschiedlich. Der Vorteil bei der zeitlichen Befristung liegt vor allem darin, das hierbei die Fischereiabgabe (wird zusätzlich zu den Ausstellungsgebühren berechnet) nur anteilig berechnet wird.

Je nach Alter des Antragsstellers bei der Angelschein Prüfung kann die Abgabe teilweise mehrere Hundert Euro betragen. Da bereits der Angelschein kostet, oft eine Alternative, um die Gesamtosten zunächst gering zu halten. Merke hierbei: Umso älter der Antragsteller ist, desto geringe die Fischereiabgabe.


Angelschein Prüfung und das Alter

Wer eine Angelschein Prüfung machen möchte, sollte dabei nicht nur seinen Blick darauf lenken, was der Angelschein kostet. Sondern auch auf die Zugangsvoraussetzungen. In der Regel kann die Angelschein Prüfung mit dem 14. Lebensjahr erfolgen. Gelegentlich werden aber für die Angelschein Prüfung auch Kinderausweise ausgestellt, wodurch (je nach Bundesland) ein Zugang ab bereits 7 oder 8 Jahren möglich ist.

Die Prüfung für den Erwerb eines Fischereischeins bzw. Angelscheins ist unterschiedlich schwer und unterschiedlich zeitaufwendig, je nach Bundesland in dem man die Prüfung machen möchte.

Bayern und Baden-Württemberg sind dafür bekannt dass die Prüfung sehr genau ins Detail geht und viel Wissen abfragt. In anderen Bundesländern ist dieses teilweise etwas leichter. Erschwerend kommt hinzu, dass es in Bayern lediglich einmal im Jahr einen Termin gibt um die Prüfung zu absolvieren. In Hessen und einigen anderen Bundesländern gibt es mehrmals in Jahr Termine um an der Angelprüfung teilzunehmen.

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Die Prüfung besteht aus einem praktischen Teil und aus einem theoretischen Teil. Der praktische Teil dauert bis zu 15 Minuten lang, der theoretische Teil ist schriftlich abzulegen und dauert maximal 90 Minuten.

 

Schriftliche Prüfung 

Der schriftliche Teil besteht aus sechs verschiedenen Fachbereichen. Darunter fallen allgemeine Fischkunde sowie spezielle Fischkunde. Gerätekunde und Gewässerkunde gehören ebenfalls dazu genauso wie Gesetzeskunde sowie Natur und Tierschutz. Aus diesen sechs Themenbereichen erhält der Prüfungsteilnehmer einen Fragebogen der aus 60 verschiedenen Fragen besteht. Aus jedem Themenbereich gibt es also zehn verschiedene Fragen.

Bestanden ist die Prüfung, wenn 45 der 60 Fragen richtig beantwortet wurden. Von den 45 richtig beantworteten Fragen müssen mindestens jeweils sechs aus jedem Themenbereich richtig sein. Es ist also besonders wichtig, dass man sich tatsächlich auch mit jedem Themenbereich genauestens auskennt um eine Chance bei der Prüfung zu haben.

Im praktischen Teil geht es darum verschiedene Angelgeräte zusammen zu stellen. So kann man zum Beispiel dazu aufgefordert werden eine Angelrute zum Fangen von Karpfen zusammen zu stellen. Weitere Möglichkeiten wären: Spinnrute zum Fangen von Hechten oder Barschen. Fliegenrute zum Fangen von Forellen (als Trocken- sowie Nassfische). Grundrute zum Fangen von Aalen, Rute zum Fangen von Dorschen. Aber auch das Zusammenstellen einer Brandungsrute zum Fangen von Plattfischen kann abgefragt werden. Zusätzlich bekommt man verschiedene Bildtafeln gezeigt auf denen unterschiedliche Fischarten abgebildet sind. Diese gilt es zu erkennen und zu benennen.

In der Regel handelt es sich um etwa 40 verschiedene Fischarten, wovon etwa sechs gezeigt werden und mindestens vier richtig erkannt werden müssen. Die hier beschriebenen Prüfungsdetails gelten nicht für jedes Bundesland und sollen lediglich als Anhaltspunkt dienen. Der genaue Prüfungsablauf kann sich von Bundesland zu Bundesland leicht unterscheiden.

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Prüfungsvorbereitung

In den meisten Bundesländern gibt es entsprechende Prüfungsvorbereitungslehrgänge, diese sind teilweise auch ein Pflichtprogramm und gelten als Voraussetzung um überhaupt zur Fischerprüfung zugelassen zu werden. Der Vorbereitungslehrgang dauert in den verschiedenen Bundesländern jeweils unterschiedlich lange. Als Richtwert können etwa 40 Stunden einkalkuliert werden. Die Lehrgänge findeen häufig bei Angelvereinen an vier bis fünf Samstagen statt. Anschließend folgt die Prüfung für den Angelschein.

Eine Alternative dazu bieten verschiedene Trainingssoftware für den Computer die einen optimal auf die bevorstehende Prüfung vorbereitet und mit der man alle möglichen Fragen vorher durchgehen kann. Eine solche Software gibt es bereits ab 30 Euro. Ein Angelschein ist also nicht ganz billig und auch recht zeitaufwendig.





Kosten Angelschein Prüfung

Was der Angelschein kostet, ist auch hier wieder von Bundesland zu Bundesland, ebenso von Anbieter zu Anbieter sehr unterschiedlich. In der Regel beläuft sich der Unterricht für die Angelschein Prüfung auf 30 Stunden. Dieser soll zusätzlich auf die diversen Rechtsfragen beim Angeln vorbereiten und vor allem auf die häufig später gestellten 60 Prüfungsfragen (sowohl schriftlich als auch mündlich). Der Lehrgang, der neben der Geräte- und Rechtskunde auch Punkte um die Fisch- und Gewässerkunde umfasst, beläuft sich häufig ab 70 Euro.

Der Angelschein kostet in Einzelfällen manchmal auch deutlich mehr. Zusätzlich kommen die Gebühren für die Ausstellung der Genehmigung hinzu, die sich bei ungefähr 50 Euro belaufen. Nicht zu vergessen der Fischereischein. Dieser ist nur gültig, wenn für das betreffende Jahr die Fischereiabgabe bezahlt wurde. Die Kosten für den Fischerschein liegen bei 25 bis 50 Euro, je nach Bundesland.Auch diese sind bei der Frage, was der Angelschein kostet zu beachten.

Lassen wir die Abgabe einmal außen vor, so belaufen sich die Kosten für die Angelschein Prüfung mit Ausstellung auf 100 bis zu 200 Euro. Zusätzliche Kosten fallen danach für den Eintritt in den Angelverein und das Angel an den jeweiligen Gewässern an. Wir empfehlen in der Regel, einem Angelverein beizutreten. Diese bieten häufig direkt nutzbare Gewässer an. Ein idealer Einstieg nach der Angelschein Prüfung. Insbesondere wenn wir beachten, was der Angelschein kostet.