Fischerprüfung

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Immer häufiger wird die Fischerprüfung auch für junge Menschen interessant. Schon lange gilt das Angeln nicht mehr als ein reines Hobby für Rentner und Senioren. Ganz im Gegenteil, immer mehr Jugendlich wollen dem sonst so stressigen Leben entfliehen. Das Angeln bietet dafür genau die richtige Alternative. Aber auch hier gilt: Ohne eine Fischerprüfung kann der Angelschein nicht erworben werden. In ganz Deutschland darf nur geangelt werden, wenn ein Schein besteht. Ohne diesen können ja nach Bundesland hohe Bußgelder erhoben werden. Der Angelschein ist bereits dann dabei zu tragen, wenn Sie die Angel auch nur in die Hand nehmen. Grundlage ist und bleibt somit die Fischerprüfung. Diese ist in jedem Bundesland gleichermaßen geregelt und praktisch identisch.

Was ist die Fischerprüfung

Die Fischerprüfung wird auch als Angelprüfung oder Anglerprüfung bezeichnet.

Manchmal nennt man sie auch Sportfischerprüfung. Die Fischerprüfung – so der offizielle Name – ist die Voraussetzung um Angeln zu dürfen in Deutschland. Sofern man diese Prüfung erfolgreich bestanden hat, darf man einen Fischereischein (umgangssprachlich auch als Angelschein bekannt) beantragen.

Möchten Sie einen Angelschein beantragen, ist diese sogenannte Fischerprüfung erforderlich. Die Prüfung dient dabei vor Ausstellung als ein spezieller Sachkundenachweis. Immerhin müssen Sie beim Angeln entsprechendes Wissen mitbringen können. So werden bei der Fischerprüfung zum Beispiel folgende Kernpunkte abgefragt: Gewässer-, Fisch-, Rechts-, Gerätekunde, etc. Die Abfrage erfolgt in der Regel schriftlich, kann aber in zusätzlicher Form auch mündlich erfolgen. Zuständig ist die Fischereibehörde. Um die 60 Fragen müssen Sie auf mehreren Bögen dafür beantworten können. Bestanden haben Sie, wenn mindestens 45 davon richtig beantwortet werden konnten. Dabei handelt es sich um eine Multiple Choice Verfahren, also einem Kreuzchenverfahren. Zu vergleichen ist das mit der Theorieprüfung für den Führerschein. Die Dauer für die Fischerprüfung liegt bei ungefähr 120 Minuten. Im Schnitt bleiben damit also 2 Minuten pro Frage.

In der Regel schaffen das 92 Prozent aller Teilnehmer bei der Fischerprüfung. Konnte der Test mit Erfolg absolviert werden, kann nun der Angelschein beantragt werden. Das erfolgt direkt bei der Fischereibehörde. Der Nachweis einer erfolgreichen Fischerprüfung ist dabei, als Sachkundenachweis beizulegen. Der Fischereischein wird meistens sofort oder innert weniger Tagen ausgehändigt. Die Kosten hierfür belaufen sich auf 50 – 70 Euro und sind von Stadt zu Stadt sehr unterschiedlich.

 

 

 

So bestehen Sie die Fischerprüfung

Um das nötige Wissen erlangen zu können, ist ein Lehrkurs erforderlich. Dieser Lehrkurs zieht sich in der Regel über 30 Stunden. Dabei werden Themen wie Gewässer- und Rechtskunde und andere Punkte ausführlich erörtert und erlernt. Häufig veranstalten oder vermitteln die Angelvereine vor Ort den Lehrkurs. Über das wann und wo, gibt aber auch die Fischereibehörde Auskunft. Die Gebühren für den Kurs zur Fischerprüfung sind von Stadt zu Stadt sehr unterschiedlich. Auch hierzu kann Ihnen der Angelverein eine ausführliche Auskunft mitteilen.

Es gibt zwar mittlerweile viele Angler, die den Vorbereitungskurs zur Fischerprüfung kritisieren. Dennoch ist er nach wie vor Pflicht. Der Ausbildungsplan zur Fischerprüfung strukturiert sich dabei nach den Vorgaben des jeweiligen Bundesland. Im Volksmund wird der Kurs auch gerne einfach als Angelkurs bezeichnet. Denn bei der Vorbereitung für die Fischerprüfung geht es auch um das praktische Wissen. Im Grunde wird beim Angelkurs auf 5 Themenschwerpunkte eingegangen.

Themen im Fokus für die Fischerprüfungfischerprüfung
1. Rechtsvorschriften (ca. 216 Fragen)
2. Fanggeräte und Praxis (ca. 186 Fragen)
3. Schutz/Pflege der Fischgewässer (ca. 129 Fragen)
4. Gewässerkunde (ca. 127 Fragen)
5. Fischkunde (ca. 311 Fragen)

Doch keine Angst, die Fischerprüfung verläuft dennoch einfach und meistens kinderleicht. In der Regel lassen sich die Fragen dazu bereits im Voraus einsehen. Von jedem der obigen Gebiete werden 12 Fragen abgefragt. Diese ändern sich von Jahr zu Jahr im Grunde nur geringfügig. Meistens ist der Fragebogen für die Fischerprüfung direkt über den Angelverein oder den Landesfischerverband käuflich zu erwerben. So ist es oft effektiver den fertigen Fragebogen als Lernen zu nutzen als den eigentlichen Kurs. In der Fischerprüfung können Sie dann mit Kreuzchen eine richtige Antwort auswählen. 3 stehen dabei pro Punkt zur Auswahl. Damit beläuft sich die Trefferchance auf mehr als 33 Prozent pro Frage in der Fischerprüfung. Der Angelkurs bereitet aber dennoch intensiv darauf vor. Die Gebühren sind auch hier recht unterschiedlich und können von 70 bis 140 Euro reichen. Insgesamt sollten Sie also mit Fischerprüfung und Ausstellung später um die 200 Euro für den Schein kalkulieren.

 

Herausforderung bei der Fischerprüfung

Die meisten Teilnehmer bezeichnen bei der Fischerprüfung vor allem die Fisch- und Rechtsvorschriften als enorme Herausforderung. Immerhin bilden diese beiden Punkte die meisten Fragen. Bei den Fischen gibt es bis zu 50 unterschiedliche Arten. Diese müssen entsprechend den Merkmalen unterschieden werden. Bei den Rechtsvorschriften zur Fischerprüfung gilt ein Fokus häufig auf die Schonzeiten. Und das bei allen relevanten Fischen. Doch wie bereits aufgeführt schaffen 92 Prozent aller Teilnehmer die Fischerprüfung im ersten Durchlauf. Die Kosten der Fischerprüfung belaufen sich hingegen oft nur auf 30 Euro. Können jedoch von Stadt zu Stadt sehr unterschiedlich sein.

Die Fischerprüfung ist eine Sache des Bundeslandes und wird in den verschiedenen Bundesländern teilweise unterschiedlich behandelt. Je nach Bundesland kann die Prüfung schwer oder leicht sein. Besonders Baden-Württemberg und Bayern sind bekannt für eine recht umfangreiche und teilweise schwere Prüfung.

Nach bestandener Fischerprüfung ist für die Beantragung des Fischereischeins lediglich ein Personalausweise oder Reisepass notwendig zur Legitimation. Zusätzlich muss ein Passfoto mitgebracht werden das von der Behörde im späteren Ausweis eingeklebt wird.

Die moderne Fischerprüfung

In einigen Bundesländern kann die Fischerprüfung auch online durchgeführt werden. Zwar nicht zu Hause, am eigenen PC. Dafür aber in einem speziellen Prüfungslokal. Der Vorteil: Der Termin zur Fischerprüfung ist nun nicht mehr nur auf einen festen Tag im Jahr fixiert, sondern kann an mehreren Tagen problemlos stattfinden. Erstmalig fand die online Fischerprüfung im Jahr 2013 statt.

Grundsätzlich sollten dabei aber immer auch die Zugangsvoraussetzungen beachtet werden. In vielen Bundesländern ist die Fischerprüfung mit einer Altersvorgabe versehen. Jugendliche und Kinder haben dann nur die Möglichkeit einen Kinderschein zu machen, für den in der Regel keine Prüfung erforderlich ist oder bis zum festgelegten Alter zu warten. Im Bundesdurchschnitt kann die Fischerprüfung ab 14 Jahren abgelegt werden. Der Angelkurs dafür kann in einigen der Ländern bereits mit 13 Jahren besucht werden. Die Stundenzahl ist immer identisch. In vielen Bundesländern ist es Kinder aber gestattet, als Gehilfen beim Angel zu agieren. Genaueres dazu können Sie jeweils bei der zuständigen Fischereibehörde erfragen.

Fazit zur Fischerprüfung

Im ersten Moment werden viele durch die Themengebiet und deren Maße an Fragen erschlagen. Doch wer erst einmal an dem Angelkurs zur Fischerprüfung teilnimmt, wird schnell bemerken, wie einfach das sein kann. Nicht umsonst schaffen es Jahr für Jahr mehr als 92 Prozent der Teilnehmer gleich im ersten Durchgang.

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