Fischereischein

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In den letzten Jahren entschieden sich immer mehr Menschen für einen Fischereischein. Die Statistiken zeigen, das Interesse am Angeln steigt von Jahr zu Jahr. Über eine Million Menschen aller Altersgruppen angeln häufiger im Jahr. Mehr als 3,98 Millionen Personen fischen jährlich gelegentlich.

Erschreckend sind aber andere Zahlen. Fast 24 Prozent, vorwiegend bei den Gelegenheitsanglern haben keinen Fischereischein. Häufig geschieht dieses aus Unwissenheit. Andere halten es für eine Bagatelle. Doch Angeln ohne Fischereischein gilt längst nicht mehr vor den Gerichten als ein einfacher Verstoß. So gar im Strafrecht lassen sich dazu Paragraphen unter dem Stichwort „Fischwilderei“ vorfinden. Wer ohne Genehmigung, also ohne einen staatlichen Fischereischein angelt, muss mitunter mit empfindlichen Strafen rechnen. Dazu muss die „Tat“ nicht einmal vollendet werden. Es reicht vollkommen aus, wenn Sie an einem Gewässer mit einer Angel ohne Fischereischein erwischt werden. Längst gilt dieser Verstoß keinesfalls mehr nur als eine Bagatelle.

Wer dem Hobby gelegentlich oder regelmäßig nachgehen möchte, sollte grundsätzlich alle Auflagen und Bedingungen erfüllen. Zu beachten ist hierbei insbesondere, das jedes Bundesland über ein eigenes Gesetz zum Fischereischein verfügt. Die dort aufgeführten Regelungen können also erheblich abweichen. Fragen dazu beantworten grundsätzlich gerne die Angelvereine und die unteren Fischereibehörden, die zugleich für die Ausgabe zuständig sind. In aller Regel kann der Fischereischein aber in jedem Bundesland verwendet werden.



Fischereischein – Pauschaler Überblick

Einige Punkte gleichen sich aber in allen Bundesländern. Aus diesem Grunde haben wir pauschal einen groben Überblick für den Ablauf zum Fischereischein zusammengestellt. Umgangssprachlich wird dieses Dokument häufig als Angelschein oder Angelausweis bezeichnet.

Überall in Deutschland gilt eine feste Regel. Wer angeln möchte, muss einen gültigen Fischereischein besitzen. Dieser ist ständig dabei zutragen. Wer ihn beim Angeln nicht vorzeigen kann, verstößt gegen die bestehenden Regelungen und muss unter Umständen auch mit Bußgeldern rechnen.

Ausnahmen bestehen dennoch, lassen sich aber ebenfalls in den unterschiedlichsten Formen vorfinden. So offeriert das Bundesland Brandenburg das Angeln von Friedfischen seit Neustem auch ohne Fischereischein. Gültig ist diese Regelung für das gesamte Seenland. Ein Ausweisdokument muss aber dabei geführt werden. Gesonderte Prüfungen oder Sachkundenachweise sind in Brandenburg dafür nicht vorzulegen. So offenherzige Einladungen lassen sich aber sonst kaum wo finden. Eine Ausnahme stellen private Kleinst-Gewässer da, an denen ebenfalls häufig ohne Fischereischein geangelt werden darf. Aber auch hier bestehen von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedliche Bedingungen.

Fischerabgabe und Erlaubniskarte beachten
Unabhängig davon, ob Sie im konkreten Einzelfall einen Fischereischein benötigen, ist grundsätzlich in fast allen Fällen eine Fischereiabgabe zu leisten. Auch hier unterscheiden sich die Bundesländer in Höhe und Ablauf. Einige verlangen die Abgabe jährlich, andere berechnen diese mit der Ausgabe des Fischereischeins gleich lebenslang. B

itte angeln Sie nie, ohne zuvor die Fischereiabgabe geleistet zu haben. Hierfür können Sie direkt bei den Fischereibehörden aber auch im Angelshop oder den Tourist-Informationen entsprechende Marken erwerben. Einige Behörden ermöglichen sogar den Versand. Sinnvoll kann das sein, wenn Sie in einem anderen Bundesland angeln möchten.

Doch auch die Erlaubniskarte sollte nebst dem Fischereischein vorhanden sein. Diese ist direkt auf ein festes Gewässer bezogen und erlaubt Ihnen dort zeitlich befristet nach Lust und Laune Angeln zu dürfen. Erwerben können Sie die Erlaubniskarte, die häufig auch als Angelkarte oder Erlaubnisschein bezeichnet wird, direkt beim Pächter des Gewässers. Alle Dokumente sollten also neben dem Fischereischein immer dabei getragen werden. Wer die Erlaubniskarte vergisst, kann ebenfalls strafrechtlich belangt werden. An öffentlichen Gewässern kann dann schnell der Verdacht der Fischwilderei entstehen. Bei privaten beziehungsweise gewerblichen Seen und Teichen würde es sich um Diebstahl handeln.

Wenn Sie alle Bedingungen vom Fischereischein bis hin zur Anglerkarte erfüllt haben, sollten Sie einzelne Zusatzbedingungen für das jeweilige Gewässer immer erfragen. Denn auch hier kann es zu sehr unterschiedlichen Regelungen kommen.




Gültigkeit Fischereischein

Der Fischereischein wird immer von den unteren Fischereibehörden ausgestellt. Zu finden sind diese entweder bei den Hafenbehörden oder direkt im Bürgeramt eingegliedert. Je nach Alter kann es unterschiedliche Fischereischeine geben. Kinder und Jugendliche genießen oft ein Sonderrecht und können einen sogenannten Jugendschein beantragen. Dieser ist sogar fast immer ohne einen Sachkundenachweis und eine Prüfung erhältlich. Allerdings mit der Auflage, dem Angeln stets nur in Begleitung einer erwachsenen Person (mit gültigem Fischereischein) nachzugehen. In fast jedem Bundesland lässt sich aber mittlerweile der vollwertige Fischereischein ab 14 oder 16 Jahren erwerben. Eine Prüfung und ein Sachkundenachweis sind dabei vorzulegen.

Die Gültigkeit beim Fischereischein ist ebenfalls von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedlich geregelt. In der Regel wird er aber auf Lebenszeit ausgestellt. Ausnahmen bestehen jedoch in einigen der Bundesländer, wobei der Fischereischein nur für wenige Jahre ausgeben wird und vor Ablauf jeweils verlängert werden muss. Sollten Sie später umziehen, kann der Ausweis in der Regel einfach (gegen eine kleine Gebühr) umgeschrieben werden. Im Urlaub ist der Fischereischein praktisch in jedem Bundesland gültig. Unter Umständen ist dann aber eine zusätzliche Fischereiabgabe zu leisten.

Wie sieht er aus
Der Fischereischein hat keine einheitliche Form, da keine gesonderten Sicherheitsmerkmale erfüllt werden müssen. In der Regel befindet sich aber ein Foto direkt auf der Karte, damit die Person identifiziert werden kann. Wie auch der Führerschein ist der Fischereischein personengebunden und kann nicht auf eine andere Person übertragen werden. Bei fast allen Behörden wird dieser einfach ausgedruckt, das Passbild eingeklebt und das fertige Ergebnis einlaminiert. Fertig ist der Fischereischein. Die Ausstellungsgebühren sind belaufen sich auf 30 – 60 Euro je Bundesland.

So erhalten Sie den Fischereischein

Der Ablauf ist in ganz Deutschland identisch, auch wenn einzelne Unterregelungen sich dabei deutlich unterscheiden können. Ein Sachkundenachweis ist in allen Fällen erforderlich. Dieser wird in der Regel über einen intensiven Vorbereitungskurs erworben. Nach dem Angelkurs geht es dann zu einer Prüfung. Ist diese bestanden, kann der Fischereischein beantragt werden. Einen Überblick für die jeweiligen Bundesländer haben wir Ihnen direkt auf unserer Seite zusammengestellt.

Highlight Nachtangeln

Wer den Fischereischein bereits erworben hat, findet in vielen Bundesländern mittlerweile auch die Möglichkeit vor, in der Nacht angeln zu können. Lange Zeit war das verboten. Mittlerweile gilt es sogar als neuer Trend. Zu beachten ist hierbei allerdings, das nur an einigen Gewässern in der Nacht geangelt werden darf. Der Fischereischein sollte immer vorhanden sein. Neben der Fischereiabgabe und der Angelkarte ist in der Regel je nach Bundesland eine weitere Genehmigung erforderlich.

In der Nacht lassen sich einige Fischarten besonders gut an die Angel bekommen. Hierzu gehört vor allem der Hecht. In den frühen Morgenstunden der Karpfen. Kleinfische hingegen wie die Rotaugen oder die Rotfedern sind in der Dunkelheit jedoch kaum aktiv. An manchen Gewässern (bitte vorher erkundigen) kann das Nachtangeln auch mit einem kleinen Campingaufenthalt verbunden werden.



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