Angelschein machen

Hier erläutern wir einige Hinweise und Vorgehensweisen wie Sie ihren Angelschein machen können. Wenn man von Angelschein spricht, denn ist dieses genau genommen eigentlich falsch, denn einen „Angelschein“ gibt es offiziell gar nicht. Wer Angel möchte benötigt einen Fischereischein, der meistens jedoch umgangssprachlich als Angelschein bezeichnet wird.


Angelschein machen – So geht’s

Die Zahlen der Fischereibehörden belegen es bereits seit einigen Jahren. Der Angelschein wird immer beliebter. Vor allem bei jungen Menschen, die längst nicht mehr Wörter wie Langeweile und Co. mit dem Hobby verbinden. Doch wie können Interessierte den Angelschein machen, lässt sich zunächst nur Pauschal beantworten.

Die Voraussetzungen für den Angelschein und die Zugangsbedingungen sind heute von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedlich geregelt. Zuständig für alle, die einen Angelschein machen wollen, ist direkt die Fischereibehörde am Wohnort. Oft können die Angelvereine in nächster Nähe dazu auch wertvolle Tipps geben. Ebenso wie die Bedingungen von Ort zur Ort sehr unterschiedlich für den Angelschein ausfallen können, sind auch die Gebühren teilweise unterschiedlich.

Neben den eigentlichen Antragsgebühren für den Angelschein wird häufig eine zusätzliche Fischereiabgabe berechnet, die schnell schon einmal einige Hundert Euro betragen kann. Den Angelschein machen kann grundsätzlich jeder ab (meistens) 14 Jahren. Einige Bundesländer bieten auch sogenannte Kinder Angelscheine, die bereits zum Beispiel ab 7 oder 8 Jahren zugänglich sind.



Angelschein machen und die Gültigkeit

Die Gebühren für den Angelschein steigen, ebenso ist auch ein weiterer Betrag für die Lehrkurse und die eigentliche Prüfung zu entrichten. Das erscheint zunächst hoch, doch wer den Angelschein machen möchte, erhält diesen bei bestandener Prüfung auf Lebenszeit. Einige Bundesländer bieten den Angelschein aber auch als zeitlich begrenzten an, der dann alle paar Jahre erneut beantragt werden muss.
Sinn kann das machen, wenn Interessenten, die den Angelschein machen möchten, zunächst der hohen Fischereiabgabe entgehen möchten. Welche Form jedoch tatsächlich geeignet ist, sollte immer im Einzelfall geprüft werden.

Ohne Angelschein geht nichts

Zeiten, in denen es freie Gewässer gab, sind längst vorbei. Heute ist mittlerweile überall ein Angelschein erforderlich Die Formalitäten, um einen Angelschein machen zu können, sind streng geregelt. Letztendlich ist der Fischereischein, wie er auch gerne genannt wird, eine behördliche Genehmigung. Hierzu findet eine mündliche und schriftliche, teilweise sehr umfangreiche Prüfung statt. Wer den Angelschein machen möchte, wird dabei wichtige Grundlagen zur Rechts- und Gewässerkunde erlernen, als auch zu Fisch- und Gerätekunde.
Diese Grundlagen werden in mehreren Unterrichtsstunden (um die 30 Stück) beigebracht. Diese sind erforderlich, um den Angelschein machen zu können. In einigen Bundesländern bestehen zusätzliche Unterklassifizierungen, die unter Umständen geringere Voraussetzungen zum Angelschein mit sich bringen können.

Der Angelschein ist nach erfolgreicher Prüfung allerdings später nicht nur dann bei sich zu führen, wenn geangelt wird, sondern praktisch immer dann, wenn eine Angel in der Hand gehalten wird. Neben dem Angelschein wird auch eine Tageskarte (bzw. Jahreskarte) benötigt, die für das jeweilige Gewässer berechtigt. Nähere Auskünfte dazu erhalten Sie direkt bei der zuständigen Fischereibehörde oder dem Angelverein.


Weitere Bescheinigungen die man zum Fischen benötigt

Zusätzlich ist eine bestandene Fischerprüfung (Angelprüfung) notwendig, erst dann kann man einen Angelschein ausgestellt bekommen. Nachdem diese beiden Voraussetzungen erfüllt sind benötigt man für legales Angeln auch noch einen Gewässerschein. Der Gewässerschein wird manchmal auch als Fischereierlaubnisschein bezeichnet, denn er schafft die grundlegende Voraussetzung um in einem bestimmten konkreten Gewässer angeln zu dürfen.

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Die genannten Scheine müssen und können nur in der hier gezeigten Reihenfolge erworben werden. Ohne bestandene Fischerprüfung erhält man keinen Fischereischein. Und ohne Fischereischein erhält man keinen Gewässerschein. Ohne Gewässerschein darf man nicht angeln. Alles hängt also voneinander ab. Aber Sie sollten jetzt nicht in Panik verfallen, denn so kompliziert wie es sich liest ist das ganze in der Praxis nämlich gar nicht. Es gibt lediglich einige Dinge die Sie wissen und die Sie berücksichtigen sollten.

In Deutschland ist das Fischereirecht Sache des jeweiligen Bundeslandes. Dies bedeutet, dass der Gewässerschein bzw. Fischereierlaubnisschein von den Behörden des jeweiligen Landes ausgestellt wird (sofern das Gewässer dem Bundesland gehört, was in den meisten Fällen der Fall ist). Das bedeutet im Umkehrschluss, dass es keinen Schein gibt um in ganz Deutschland angeln zu dürfen. Es gibt lediglich immer nur einen Schein für das jeweilige Bundesland. Jedes Bundesland hat auch seine individuellen eigenen Gesetze was die Fischerei und das Angeln anbelangt.

 

Grundsätzlich ist – wie bereits erwähnt – immer ein Fischereischein notwendig zum Angeln. Niedersachsen ist hier das einzige Bundesland das eine Ausnahme bildet. In Niedersachen ist lediglich ein Fischerprüfungszeugnis neben dem Gewässerschein notwendig zum Angeln. Alle anderen Fischereigesetze schreiben jedoch einen Fischereischein (Angelschein) vor um den Gewässerschein zu erwerben.

Den Fischereischein erhält man nach bestandener Prüfung meistens bei dem zuständigen Ordnungsamt Ihres Wohnsitzes. Der Angelschein bzw. Fischereischein ist nicht kostenlos, sondern es muss eine Verwaltungsgebühr für ihn bezahlt werden. Manchmal ist zusätzlich auch noch eine Gebühr als Fischereiabgabe zu entrichten.

Den Fischereischein erhält man nur wenn man erfolgreich eine Fischerprüfung absolviert und bestanden hat. Dazu erhält man beim Bestehen des Lehrgangs einen vorläufiges Fischerprüfungszeugnis. Dieses muss dann beim Ortsamt vorgelegt werden um den Fischereischein zu erhalten. Fischerprüfungen und Lehrgänge finden unterschiedlich häufig statt in den jeweiligen Bundesländern.

In einigen Bundesländern wie beispielsweise Bayern gibt es lediglich einmal im Jahr einen landesweiten Termin, in anderen Bundesländern gibt es mehrmals im Jahr je nach Bedarf verschiedene Termine. Als Beispiel für mehrmalige Termine kann das Bundesland Hessen genannt werden.